Ergebnis in DOS abfangen

Viele Programme liefern nach ihrem Aufruf häufig ein Ergebnis auf dem Bildschirm, von dem Sie die Ausführung Ihrer eigenen Anwendungen abhängig machen können. Assembler-Profis werden kaum Schwierigkeiten mit der korrekten Auswertung der gewünschten Parameter haben. Viele Anwender können das meist nur visuell wahrgenommene Ergebnis zwar deuten, wissen aber nicht, wie sie es ihren eigenen Anwendungen übermitteln können. Hier bietet jedoch DOS selbst große Hilfe – sogenanntes »Piping«. Sie können nämlich Textausgaben in beliebige »DEVICEs« (Einheiten), z. B. NUL (Null), CON (Bildschirm), PRN oder LPT# (parallele Schnittstellen), COM# (serielle Schnittstellen) oder in »echte« Dateien, beispielsweise ERGEBNIS.DAT umleiten. Reicht es Ihnen also nicht, das Ergebnis eines Tips nur auf dem Bildschirm zu sehen, fügen Sie hinter dem normalen Aufruf mit eventuellen Parametern die Anweisung » >ERGEBNIS.DAT« an. Die Bildschirm-Ausgabe eines Programmes landet jetzt in der ASCII-Datei ERGEBNIS.DAT, die sich mit den meisten Hochsprachen bequem auswerten läßt. Wenn Sie nach Möglichkeit suchen, Bilschirmausgaben auch in Stapeljobs zu vergleichen, sollten Sie unbedingt »Parameter auswerten« im Kapitel Filter beachten. Nicht alle Textausgaben werden jedoch über die standardmäßigen DOS-Funktionen sondern über das BIOS realisiert. Deshalb funktioniert je nach Programm die eine oder andere Umleitung nicht.

Name: >
Funktion: Zeichen zur Ausgabeumleitung.
Übersetzung: ./.
Anwendung: z. B.: CD >Datei
Einschränkungen: Die Ausgabeumleitung funktioniert nur bei Text-ausgaben, die über standardmäßige DOS-Funktionen

realisiert werden.

Quelle: 200 Utilities für PC-/MS-DOS von Gerhard Schild und Thomas Jannot