Wir können noch mehr als IT!

Was geht heute noch ohne IT? Wir organisieren unseren Alltag übers Smartphone und lassen uns von (teil-)autonomen Fahrzeugen zur Arbeit und ins Kino chauffieren. Unser Arbeitsplatz, egal ob Schreibtisch oder Werkhalle, steckt voller Elektronik. Was wir kaufen, wird von vernetzten Maschinen hergestellt und uns anschließend ins Smart Home geliefert. Und die Forschung knackt die Geheimnisse des Lebens mithilfe ausgeklügelter Algorithmen. Für all das ist spezielles Know-how gefragt – entsprechend vielfältig sind die Karrierechancen für IT-Profis.

Natürlich braucht es für spezielle Anwendungsbereiche auch das nötige Basiswissen. Wie man sein IT-Know-how per Online Learning auf den neuesten Stand bringen und zugleich auf anderen Fachgebieten Kompetenzen erwerben kann, verrät deshalb Mehmet Toprak gleich zu Beginn dieser Ausgabe. Seine Recherchen ergaben, dass z.B. Massive Open Online Courses (MOOCs) durchaus besser sind als ihr Ruf (Seite 6). In seinem Be- richt aus der dringend nach Fachkräften suchenden Automationsbranche geht es dann in die Praxis: Ab Seite 32 erklärt er, wie Kollege Roboter tickt und mit welchem Spezialwissen man ihm das Denken beibringt. Am Schnittpunkt von IT und Life Sciences arbeiten hingegen die Bioinformatiker. Womit sie Molekül- und Proteinketten knacken, weiß Friedrich List (Seite 20).

Doch wie kommt man dann an die interessanten Jobs ran? Eine gute Möglichkeit, mit Forschern und Unternehmen ins Gespräch zu kommen, sind Job- und Karrieremessen. Friedrich List behält bei der Vielzahl an Veranstaltungen den Überblick und sagt ab Seite 12, wie man am Messestand eine gute Figur macht. Wird allerdings der hart erkämpfte Arbeitsplatz zur langweiligen Routine, bringt ja vielleicht ein Arbeitgeberwechsel frischen Schwung in die Karriere. Bernhard Schoon fragt sich allerdings, ob allzu häufiges Jobhopping eine empfehlenswerte Strategie ist (Seite 28).

Ein ständiges Kommen und Gehen scheint zumindest bei den Chief Officers Normalbetrieb zu sein. Dass darunter auch Quereinsteiger aus anderen Fachbereichen erfolgreich sind, weiß Michael Praschma zu berichten (Seite 16). Junge IT-Cracks locken aber eher die Herausforderungen, mit denen Gründerunternehmen punkten können. David Schahinian hat sich einmal umgesehen, was Start-ups für Berufseinsteiger zu bieten haben (Seite 22). Bei all diesen Themen zeigt sich einmal mehr, dass eine Karriere im IT-Bereich oft weit über simples Codebasteln hinausführt.

Quelle: IT & Karriere 1/2018 in c’t 7-, ix und Technology Review 4/2018