Die Job-Maschine läuft auf Hochtouren!

Nicht nur an den öffentlich-rechtlichen TV-Stammtischen erhitzen sich die Gemüter: Vernichten Digitalisierung und Automatisierung wirklich tausende von Arbeitsplätzen? Oder treiben sie nicht vielmehr eine hervorragend funktionierende Maschinerie an, die unablässig neue Jobs produziert?

Über die tatsächliche Zukunft der Arbeit wissen wohl nur die selbsterklärten Propheten bei der Meinungslager Bescheid, für den IT-Bereich gilt jedoch zweifellos Letzteres. Der digitale Wandel generiert einen steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Spezialisten, so viel ist sicher. Umso mehr gilt es, deutlich zu machen, dass die technisch-wissenschaftliche Entwicklung beileibe kein Grund zur Schwarzmalerei ist, sondern bislang ungeahnte Möglichkeiten birgt.

Einen Themenschwerpunkt bildet in dieser Ausgabe nicht zuletzt deshalb das weite Feld der MINT-Berufe, also der teils ganz unterschiedlichen Jobs aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. David Schahinian untersucht dazu ab Seite 22, wie es denn um den oft behaupteten Fachkräftemangel im MINT-Sektor steht. Dass etwa die Robotik für technisch Versierte vielversprechende Zukunftschancen bietet, zeigt er ab Seite 18 und erklärt uns außerdem, wie man das Ganze auch ohne Abitur angehen kann (Seite 26). Wer sich entsprechend weiterbildet oder beizeiten spezialisiert hat, findet übrigens auch interessante Angebote im Storage-Management, weiß Güner Aksoy (Seite 34), und könnte ebenso als SAP-Experte gefragt sein, wie Nils Greinert auf Seite 16 darlegt.

Auch in den Bereichen, in denen technisches Know-how allein nicht heilig macht, schnurrt die Job-Maschine. Nicht nur ein Herz für Daten, sondern auch ein überzeugendes Umweltbewusstsein sollten beispielsweise Jobbewerber in der Green-IT mitbringen, legt uns David Schahinian ab Seite 10 nahe und erläutert außerdem, was sich hinter neuen Berufsbildern wie dem Chief Transformation Officer oder dem Cloud-Architekten verbirgt (Seite 6). Friedrich List hat sich in den USA umgesehen und kann berichten, dass sich dort in Sachen Cognitive Computing und Machine Learning einiges tut (Seite 30), während hierzulande vor allem Datenanalysten heiß umworben sind (Seite 40).

Wie Unternehmen mit ihrer Arbeitsorganisation auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren können, veranschaulicht schließlich Christina Schlichting und erinnert daran, dass der Business-Motor nur dann brummt, wenn alle Einzelteile optimal zusammenarbeiten (Seite 38). Die Job-Maschinerie läuft jedenfalls wie geschmiert. Bei diesen Aussichten sollte so manche Karriere richtig in Schwung kommen.

Quelle: IT & Karriere 1/2017 in c’t 9-, iX 5- und Technology Review 5/2017