Spaß beiseite, Sicherheit her!

Wozu die Mühe? Das frage ich mich, wenn ich erleben muss, wie die großen Online-Dienste von Yahoo bis Dropbox ihre Kundendaten einfach nicht im Griff haben. Das sind, verehrte Leser, nicht irgendwelche Daten, es sind Ihre Daten. Es sind die Daten, die wir mit Groß- und Kleinschreibung, Ziffern und Sonderzeichen mühsam geschützt hatten. Gefährlich ist, dass die Mitarbeiter ihre private Passwort-Resignation dann in die Unternehmen mitbringen.

Die gute Nachricht: Es gibt durchaus Mittel und Wege, Cloud-Dienste mit Erfolg zu nutzen – und zwar sicher. Um nichts anderes geht es in diesem Sonderdruck zur it-sa. Es geht nicht um Standortpolitik – dass dem deutschen Datenschutz eher zu trauen ist als anderswo, hoffen wir –, sondern um brauchbare Technologien und Schutzmaßnahmen, die sich für die Wirtschaft bereits bewährt haben, und es geht um neue, intelligente Lösungen, die sich in der Forschung gerade erst abzeichnen.

Dazu gehört zuerst ein sicherer Zugang zur Cloud selbst, der in diesem Heft den Anfang macht (S. 4). Hinzu kommen ein unkompliziertes VPN und ein sauberes Cloud-Office für Heimarbeiter (S. 21). Auch die codierte Kommunikation zwischen Cloud und Unternehmen müssen wir noch einmal unter die Lupe nehmen, seit Cyberkriminelle versuchen, massenhaft Malware unter dem Deckmantel der End-to-End-Verschlüsselung einzuschleusen (S. 23).

Neuland dürfte für viele Unternehmen eher der gewissenhafte Umgang mit Container-Images sein (S. 16), neu sind auch kryptografische Konzepte der Schlüsselsicherung; diese könnte künftig in verteilten Bruchstücken erfolgen (S. 10) – oder gar in der Blockchain (S. 25).

Das geht, meine ich, in die richtige Richtung. Wir Kunden jedenfalls werden uns in der Matrix über kurz oder lang dorthin wenden, wo wir uns unbelästigt und sicher fühlen. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Quelle: Sicher durch die Matrix, MittelstandsWiki