Klick auf Preisliste kostet 65 Euro

Normalerweise falle ich auf so was nicht herein: Als ich jüngst nach Spanien reiste, kaufte ich mir kurz zuvor UMTS für mein MacBook. Das funktioniert tatsächlich so gut, dass ich mitten in der andalusischen Pampa meiner Arbeit nachgehen konnte.

Während ich das tat, wollte ich wissen, was das kostet. Also klickte ich auf das PDF-Dokument 645_221_002_preislite_0408 von T-Mobile. Prompt erhielt ich eine 8,1 MByte umfassende Datei, in der auf Seite 36 geschrieben steht, dass der Volumenpreis im europäischen Ausland 39 Cent pro angefangene 50 KByte beträgt. Das macht 65,70 Euro für die Preisliste. Hinzu kommen weitere Kosten, die sich beim kurzen aber schnellen Surfen und Abrufen von E-Mails in Sekunden summieren. Die auf ein Minimum reduzierten Sichtkontrollen kritischer Projekte haben schließlich mehr gekostet als der Hin- und Rückflug zusammen.

Früher habe ich solche Downloads abgebrochen, weil sie lange Geduldsproben waren. Dann hätte mich der Abbruch beim damaligen Roamingwucher „nur“ 6,50 Mark gekostet. So ändern sich die Zeiten. Fairerweise muss ich gestehen, dass ich beim Tarifabschluss für meinen UMTS-Stick im T-Punkt unerwartet 100 Euro bar auf die Hand bekam. Ein Blick ins Maul des geschenkten Gauls relativiert den Klick auf die Preisliste. Aber eine 8,1 KByte schlanke Version ohne ganzseitige Zielgruppenfotos wäre mir lieber gewesen.